Das bin ich

Geboren bin ich 1967 in Oschatz, aufgewachsen in Lorenzkirch an der Elbe und in Stolpen. Im Alter von etwa zehn Jahren begann ich damit, Portraits meiner Eltern und Geschwister zu zeichnen. Mein Onkel, der Radebeuler Architekt und Zeichner Thilo Hänsel (1939 – 2017), nahm mich häufiger mit, und zeigte mir verschiedene Techniken, indem wir zusammen in Stadt und Natur Zeichnen gingen. 

Meine berufliche Laufbahn schlug ich dann jedoch in eine etwas andere Richtung ein. Nachdem der Traum vom Musikstudium geplatzt war, lernte ich erst einmal Bauzeichnerin und nachher Tischlerin. Während dieser Zeit absolvierte ich ein Abendstudium an der HfBK (Hochschule für bildende Künste) Dresden. 

Mit den Geburten meiner fünf Kinder, wurde die Zeit knapp, um sich noch intensiv dem Malen und Zeichnen zu widmen. Als der Jüngste dann jedoch älter wurde, habe  ich mich wieder vermehrt der Kunst zugewandt und beschloss, diese Leidenschaft zu meinem Beruf zu machen.

Über die Jahre gewann ich immer mehr Erfahrung mit den verschiedensten Maltechniken. Ich übte mich vermehrt an Stillleben, um präziser zu arbeiten. Im Zoo nahm ich immer meinen Skizzenblock mit, um die verschiedensten Tiere abzubilden und Schnelligkeit zu üben.

Vor etwa 12 Jahren entdeckte ich eher zufällig die Pastellkreiden. Nach kurzer Einarbeitungszeit konnte ich meine Begeisterung nicht mehr unterdrücken, ich gewann diese unscheinbar wirkenden Kreiden, die oft zerbrachen, lieb und fing an damit zu malen. Ich entdeckte Künstler wie Jean-Étienne Liotard (Das Schokoladenmädchen, 1744), ein sehr talentierter Künstler, der mich sehr faszinierte. Über die vergangen Jahre fand ich dann zu meinem persönlichen Stil.

Am liebsten bin ich immer noch in der Natur unterwegs und male direkt vor Ort. Das besondere Zusammenspiel von Licht und Schatten ist, was mich daran so fasziniert, denn diese Atmosphäre kann man im Atelier nur sehr schwer nachahmen. Auch bringt es eine gewisse Herausforderung mit sich, da sich beispielsweise Wolken sehr schnell verändern können. Dadurch ist es nicht genau vorhersehbar und immer wieder spannend, was am Ende für ein Bild herauskommt.